Cold Atmospheric Plasma-Aerosol: Ein zweifaches Wirkprinzip.
Cold Atmospheric Plasma-Aerosol (CAP-A) verbindet die Wirkmechanismen von Kaltplasma und Aerosol. Die Technologie inaktiviert oberflächenaktive Mikroorganismen und schafft ein vorteilhaftes Wundmilieu.

Wie entsteht CAP-A?
Kaltplasmaprodukte wie Reactive Oxygen Species (ROS) werden aus Strom und Umgebungsluft an der Kaltplasmaquelle erzeugt (1). Aerosol wird aus Wasser mit einem Ultraschallvernebler generiert (2). Die Mischkammer fusioniert beide Komponenten zu Cold Atmospheric Plasma-Aerosol (3). CAP-A wird am Patienten angewendet (4).
Die Wirkweise von CAP-A.
Die Hauptwirkung von CAP-A basiert auf dem physikalischen Löse- und Verdrängungseffekt, welcher zur Reduktion pathogener Mikroorganismen auf Oberflächen führt. Ergänzend wirken osmotische Effekte, eine Absenkung des pH-Werts und ROS. Die ROS können mikrobielle Strukturen oxidativ schädigen.
CAP und CAP-A im Vergleich.
Bei direkten Verfahren mit Cold Atmospheric Plasma (CAP) wird das Kaltplasma unter kontinuierlichem Energieeintrag in unmittelbaren Kontakt mit dem Anwendungsort, z.B. der Wunde, gebracht. Die Weiterentwicklung CAP-A ist ein indirektes Verfahren. Kaltplasma konditioniert zunächst das Aerosol im Gerät selbst. Die Plasmaerzeugung ist damit räumlich und funktionell von der nachgelagerten Applikation von CAP-A auf der Oberfläche getrennt. Ein direkter Energieeintrag in das Gewebe erfolgt nicht.

